ASR A1.3 – Anforderungen an Sicherheitskennzeichnung

🚧ASR A1.3 – Anforderungen an die Sicherheitskennzeichnung einfach erklärt
Die Sicherheit am Arbeitsplatz beginnt lange bevor eine Gefahr tatsächlich eintritt. Eine gut sichtbare und normgerechte Sicherheitskennzeichnung hilft Beschäftigten, Besuchern und Fremdfirmen dabei, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und richtig zu handeln. Genau hier setzt die „ASR A1.3“ an. Sie definiert, wie Sicherheitskennzeichnungen in Arbeitsstätten gestaltet, angebracht und eingesetzt werden müssen, damit sie jederzeit eindeutig verstanden werden.
Für Unternehmen aus Industrie, Bau, Logistik, Handwerk, öffentlichen Einrichtungen oder dem Handel ist die Einhaltung der Vorgaben nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschutz. Gleichzeitig reduziert eine professionelle Kennzeichnung das Unfallrisiko, verbessert betriebliche Abläufe und schafft Rechtssicherheit gegenüber Behörden und Berufsgenossenschaften.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Anforderungen die „ASR A1.3“ stellt, welche Sicherheitszeichen vorgeschrieben sind, welche Bereiche gekennzeichnet werden müssen und wie Sie die Vorgaben mit hochwertigen Produkten von Schilder Klar zuverlässig umsetzen können.
📖Was ist die ASR A1.3 und warum ist sie so wichtig?
Die ASR A1.3 (Technische Regel für Arbeitsstätten – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung) konkretisiert die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung. Sie beschreibt, wie Sicherheitskennzeichnungen in Betrieben gestaltet und eingesetzt werden müssen, um Gefährdungen zu vermeiden und Beschäftigte wirksam zu schützen.
Während Gesetze häufig allgemeine Anforderungen formulieren, liefert die ASR A1.3 konkrete Vorgaben für die praktische Umsetzung. Unternehmen, die diese Regel anwenden, können grundsätzlich davon ausgehen, die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung zu erfüllen.
Die Regel orientiert sich dabei an internationalen Normen wie der DIN EN ISO 7010 und sorgt dafür, dass Sicherheitszeichen unabhängig von Sprache oder Herkunft eindeutig verstanden werden. Gerade in Unternehmen mit internationaler Belegschaft oder wechselnden Dienstleistern stellt dies einen entscheidenden Vorteil dar.
Zu den wichtigsten Zielen der ASR A1.3 gehören:
- Vermeidung von Arbeitsunfällen
- schnelle Orientierung im Gefahrenfall
- eindeutige Kommunikation von Risiken
- rechtssichere Umsetzung gesetzlicher Vorgaben
- Verbesserung des betrieblichen Arbeitsschutzes
Eine normgerechte Sicherheitskennzeichnung schützt somit nicht nur Menschenleben, sondern minimiert gleichzeitig Haftungsrisiken für Unternehmen.
⚠️Welche Anforderungen stellt die ASR A1.3 an die Sicherheitskennzeichnung?
Die ASR A1.3 legt fest, dass Sicherheitskennzeichnungen immer dort eingesetzt werden müssen, wo Gefährdungen trotz technischer oder organisatorischer Schutzmaßnahmen bestehen bleiben. Sicherheitszeichen ersetzen also keine Schutzmaßnahmen, sondern ergänzen diese sinnvoll.
Dabei müssen sämtliche Kennzeichnungen eindeutig erkennbar, dauerhaft lesbar und an der richtigen Position angebracht sein. Verschmutzte, beschädigte oder verblasste Schilder erfüllen ihren Zweck nicht mehr und sollten regelmäßig kontrolliert sowie bei Bedarf ersetzt werden.
Darüber hinaus fordert die ASR A1.3, dass Sicherheitszeichen:
- gut sichtbar angebracht werden
- dauerhaft lesbar bleiben
- nicht verdeckt werden
- ausreichend beleuchtet sind
- den vorgeschriebenen Farben und Symbolen entsprechen
- regelmäßig überprüft werden
Ebenso wichtig ist die richtige Größe der Schilder. Diese richtet sich nach dem Betrachtungsabstand und muss gewährleisten, dass die Kennzeichnung bereits aus angemessener Entfernung eindeutig erkannt werden kann.

Unternehmen sollten deshalb ihre gesamte Arbeitsstätte regelmäßig auf Veränderungen prüfen. Neue Maschinen, geänderte Verkehrswege oder Umbauten können dazu führen, dass zusätzliche Sicherheitskennzeichnungen erforderlich werden.
📝 Welche Sicherheitszeichen schreibt die ASR A1.3 vor?
Die ASR A1.3 unterscheidet vier grundlegende Arten von Sicherheitszeichen: Warnzeichen, Verbotszeichen, Gebotszeichen und Rettungszeichen. Jede Kategorie besitzt eine fest definierte Form, Signalfarbe und Bedeutung nach DIN EN ISO 7010. Dadurch lassen sich Gefahren, Verbote, vorgeschriebene Schutzmaßnahmen und Rettungseinrichtungen auf einen Blick erkennen, unabhängig von Sprache oder Vorkenntnissen.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Sicherheitszeichen sowie ihre jeweilige Funktion im betrieblichen Arbeitsschutz.

Eine normgerechte Sicherheitskennzeichnung sorgt dafür, dass Beschäftigte, Besucher und Fremdfirmen schnell die richtigen Informationen erhalten. Voraussetzung ist, dass die Schilder gut sichtbar angebracht, dauerhaft lesbar und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft werden.
🎨Welche Symbole und Signalfarben schreibt die ASR A1.3 vor?
Ein wesentliches Merkmal der ASR A1.3 ist die standardisierte Verwendung von Formen, Piktogrammen und Farben. Dadurch können Sicherheitsinformationen innerhalb weniger Sekunden erfasst werden, unabhängig von der Sprache oder den Vorkenntnissen der Beschäftigten.
Die Vorgaben orientieren sich an der DIN EN ISO 7010 und gewährleisten eine europaweit einheitliche Sicherheitskennzeichnung. Unternehmen profitieren dadurch von einer hohen Wiedererkennbarkeit der Zeichen, insbesondere wenn Mitarbeitende an verschiedenen Standorten tätig sind oder internationale Teams zusammenarbeiten.
Die wichtigsten Signalfarben im Überblick:
- rot kennzeichnet Verbote sowie Einrichtungen des Brandschutzes.
- gelb signalisiert Gefahren und wird für Warnzeichen verwendet.
- blau steht für verpflichtende Maßnahmen und kennzeichnet Gebotszeichen.
- grün dient der Kennzeichnung von Fluchtwegen, Notausgängen und Rettungszeichen.
Ebenso eindeutig sind die Formen der einzelnen Sicherheitszeichen:
- Dreieckige Schilder mit gelbem Hintergrund kennzeichnen Warnzeichen.
- Runde Schilder mit rotem Rand und weißem Hintergrund stehen für Verbotszeichen.
- Runde blaue Schilder kennzeichnen Gebotszeichen.
- Rechteckige oder quadratische grüne Schilder zeigen Rettungszeichen an.
- Rechteckige oder quadratische rote Schilder kennzeichnen Brandschutzzeichen und weisen auf Brandschutzeinrichtungen hin.
Diese klare Systematik erleichtert die Orientierung erheblich und sorgt dafür, dass Beschäftigte
📌Welche Bereiche müssen nach der ASR A1.3 gekennzeichnet werden?
Die Anforderungen der ASR A1.3 betreffen nahezu alle Arbeitsbereiche eines Unternehmens. Überall dort, wo Restrisiken bestehen oder sicherheitsrelevante Informationen notwendig sind, ist eine geeignete Kennzeichnung erforderlich.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Produktions- und Lagerbereiche
- Werkstätten und Baustellen
- Maschinen- und Technikräume
- Labore und Verwaltungsgebäude
- Parkplätze, Tiefgaragen und Außenbereiche
- Öffentliche Einrichtungen
Besonders in Industrie- und Logistikunternehmen treffen häufig mehrere Gefährdungen gleichzeitig aufeinander. Heiße Maschinen, Staplerverkehr, Chemikalien oder elektrische Anlagen erfordern unterschiedliche Sicherheitskennzeichnungen, die sinnvoll miteinander kombiniert werden müssen.
Auch Besucherbereiche sollten nicht vergessen werden. Fremdfirmen oder Kunden kennen die betrieblichen Abläufe meist nicht und sind deshalb besonders auf eindeutige Warnzeichen, Verbotszeichen und Gebotszeichen angewiesen.

🛠️Welche Arbeitsmittel müssen gekennzeichnet werden?
Nicht nur Räume oder Verkehrswege fallen unter die Vorgaben der ASR A1.3. Auch zahlreiche Arbeitsmittel benötigen eine eindeutige Sicherheitskennzeichnung.
Dazu gehören beispielsweise:
- Maschinen und Produktionsanlagen
- Fördertechnik sowie Krane
- Gabelstapler- und Verkehrsbereiche
- Schaltschränke und elektrische Anlagen
- Heizsysteme und Druckbehälter
- Chemikalienlager und Rohrleitungen
- Notduschen, Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Stationen
Insbesondere Maschinen weisen häufig mehrere Gefährdungen gleichzeitig auf. So können an einer einzigen Anlage Hinweise auf heiße Oberflächen, Quetschstellen, elektrische Spannung sowie die Pflicht zum Tragen persönlicher Schutzausrüstung erforderlich sein.
Eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung bildet daher immer die Grundlage für die Auswahl der passenden Sicherheitskennzeichnung.
📈 Häufige Fehler bei der Sicherheitskennzeichnung
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Sicherheitskennzeichnungen zwar vorhanden sind, jedoch nicht den aktuellen Anforderungen entsprechen. Solche Mängel können im Ernstfall schwerwiegende Folgen haben.
Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- veraltete Symbole
- nicht normgerechte Farben
- beschädigte oder verschmutzte Schilder
- schlecht sichtbare Anbringung
- verdeckte Kennzeichnungen
- fehlende Fluchtwegkennzeichnung
- zu kleine Schilder
- unvollständige Beschilderung nach Umbauten
- widersprüchliche Sicherheitsinformationen
Besonders problematisch sind ältere Kennzeichnungen, die noch nicht den heutigen Anforderungen der DIN EN ISO 7010 entsprechen. Viele Unternehmen verfügen über Schilder, die bereits vor Jahren montiert wurden und inzwischen ersetzt werden sollten.
Eine regelmäßige Überprüfung der gesamten Sicherheitskennzeichnung hilft dabei, solche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
⚖️Welche Konsequenzen können Verstöße gegen die ASR A1.3 haben?
Die Einhaltung der ASR A1.3 dient nicht nur der Sicherheit der Beschäftigten, sondern schützt Unternehmen auch vor rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken.
Fehlende oder fehlerhafte Sicherheitskennzeichnungen können erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Dazu zählen unter anderem:
- Beanstandungen durch die Arbeitsschutzbehörden
- Auflagen bei Betriebsprüfungen
- Bußgelder
- Regressforderungen
- Probleme mit Versicherungen
- persönliche Haftungsrisiken für Verantwortliche
- Produktionsausfälle nach Arbeitsunfällen
- Imageschäden
Noch schwerer wiegen jedoch die möglichen gesundheitlichen Folgen. Werden Gefahren nicht eindeutig gekennzeichnet oder Fluchtwege nicht ausreichend markiert, kann dies im Ernstfall Menschenleben gefährden.
Gerade im Brandfall oder bei Chemieunfällen müssen Beschäftigte innerhalb weniger Sekunden erkennen können, wo sich sichere Fluchtwege befinden oder welche Schutzmaßnahmen einzuhalten sind. Gut sichtbare Rettungszeichen und eindeutig verständliche Warnzeichen leisten hierbei einen entscheidenden Beitrag.

🖥️Digitale Planung und individuelle Sicherheitslösungen
Jede Arbeitsstätte stellt unterschiedliche Anforderungen an die Sicherheitskennzeichnung. Während normgerechte Standardschilder in vielen Bereichen die passende Lösung sind, sind für spezielle Einsatzorte oder betriebliche Besonderheiten häufig individuelle Anpassungen gefragt. Schilder Klar unterstützt Unternehmen deshalb nicht nur mit einem umfangreichen Sortiment an Sicherheitskennzeichnungen, sondern entwickelt bei Bedarf auch maßgeschneiderte Lösungen.
Dazu gehören beispielsweise individuelle Schilderformate und Beschriftungen sowie Sonderanfertigungen, die exakt auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt sind.
Gerade bei komplexen Industrieanlagen oder besonderen Einsatzbereichen entstehen so Kennzeichnungskonzepte, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den betrieblichen Anforderungen optimal entsprechen.
Auch der Schildergenerator von Schilder Klar bietet Unternehmen die Möglichkeit, individuelle Sicherheitskennzeichnungen schnell und unkompliziert zu gestalten, wenn Standardlösungen nicht ausreichen.












































































